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Ausgabe 11/2018

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Detailinformationen

Autor

Sarah Sommer

Freie Autorin

verfasst am

07.11.2018

im Heft

11/2018

Schlagworte

Reverse Mentoring, Coaching, Digitale Transformation, Henkel, Bosch, Commerzbank, Deutsche Lufthansa, Chemistree

Reverse Mentoring

Trust Your Youngsters!

Mit Reverse Mentoring wollen Unternehmen Mitarbeiter für den digitalen Wandel begeistern: Junge, digitalaffine Mitarbeiter zeigen Senior-Managern, wie digitale Tools funktionieren und bringen ihnen die Arbeitsweise der Millennials näher. Kommunikatoren sind als Organisatoren, Mentoren und Mentees dabei. Funktionieren die Jung-coacht-Alt-Programme?


Diese jungen Leute! Erzählen ständig was von irgendwelchen Tweets und Posts, daddeln den ganzen Tag am Smartphone, gründen irgendwelche Arbeitsgruppen im neuen internen Social Network mit Leuten aus anderen Abteilungen. Sind per Du mit Kollegen aus Auslandsniederlassungen, die sie noch nie getroffen haben. Woher kennen die sich eigentlich alle? Und warum haben die schon als Trainees 500 LinkedIn-Kontakte? Lesen die meine E-Mails überhaupt noch? 

Die digital sozialisierte Generation kommt in der Arbeitswelt an und bringt Eigenheiten mit, die ältere Semester oft mit einer gewissen Faszination beobachten. Der Auftritt dieser Digital-Generation fällt nicht zufällig mit einer Phase zusammen, in der viele Unternehmen an ihrer digitalen Transformation arbeiten, kulturelle Change-Projekte anstoßen, agile Arbeitsmethoden und Tools wie etwa Social Intranets einführen. 

Dem Nachwuchs scheint dieser Wandel leichter zu fallen als erfahrenen Mitarbeitern und Führungskräften. Die Jungen nutzen digitale Tools intensiver, sind offener für New-Work-Programme und lassen sich für Digitalisierungsprojekte begeistern. Was liegt da näher, als sie als Digital-Coaches für den Rest der Belegschaft einzuspannen? 

Vor allem in Großkonzernen organisieren Change-Manager, HR- und Kommunikationsprofis derzeit sogenannte Reverse-Mentoring-Programme. „General Electric und IBM haben solche Programme schon in den 1990er Jahren eingeführt, als die ersten großen technischen Veränderungen wie E-Mail im Arbeitsalltag ankamen“, berichtet Joachim Niemeier, Organisationsberater und Professor für BWL und Organisation an der Universität Stuttgart. „Mit der Digitalisierungswelle erleben diese Programme seit einigen Jahren eine Renaissance, vor allem in großen Konzernen.“ 

Das Prinzip: Ein junger, digitalaffiner Mitarbeiter tut sich zusammen mit einem älteren Mitarbeiter, meist aus dem Senior-Management, und übernimmt für ihn die Rolle eines digitalen Mentors. Klingt nach einer guten Idee – bei der Umsetzung gilt es allerdings, einige Fallstricke zu umgehen, insbesondere in der Kommunikation.

[...]

Dieser Text ist ein Auszug. Lesen Sie im November im prmagazin: Wie die Reverse-Mentoring-Programme von Henkel, Commerzbank, Bosch und der Deutschen Lufthansa mit diesen Fallstricken umgehen. Welche Erfahrungen junge und ältere Kommunikatoren mit Reverse Mentoring gemacht haben. Und warum Matching-Dienstleister die Auswahl der Mentoring-Paare erleichtern.

Die prmagazin-Ausgabe November 2018 - darin unter anderem:

Mister Nice Guy: Wie der frühere Bild- und Siemens-Mann Oliver Santen den Bundesverband deutscher Banken schlagkräftiger machen will.

Jetzt verändert sich vieles: Gabriele Kaminski und Christian Löcker über den Arbeitsmarkt für Kommunikatoren in Europa, Asien und den USA.

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