Serviceplan Public Relations & Content

Thorsten Hebes

1) Auftragsinhalte: 
Unternehmen nehmen – unabhängig von ihrer Größe – zur Kenntnis, dass sich der Multiplikatoren-Mix verändert hat, und tragen diesem Umstand Rechnung: Beauftragungen werden qualifizierter und detaillierter. Die Bedeutung etwa von Influencern entspricht inzwischen nahezu der von Journalisten. Gerade Influencer qualifizieren sich nicht mehr allein durch ihre Reichweite. Inhaltliche Tiefe und vor allem Authentizität sind ebenso wesentliche Faktoren.

Die in den vergangenen Jahren sich abzeichnende Entwicklung, Kommunikation präziser zu monitoren, die Kanäle qualifiziert mit Content zu füllen, hat sich konsolidiert. Um als Agentur erfolgreich zu arbeiten, ist das disziplinübergreifende Arbeiten seit 2018 kein Ziel mehr. Es ist Pflicht – technisch, kreativ und konzeptionell. Klassische PR-Beratung verliert aber keinesfalls an Bedeutung. Aufgrund der Entwicklungen im Feld der Monitoring-Software wird Beratung präziser – bei Image, Marke, Produkt, Innovationen ebenso wie im Rahmen der Corporate Communication. Und dass Kunden die nachvollziehbare Evaluierung von Agenturleistungen voraussetzen, ist Standard.  

Bislang hat sich PR und damit die Entwicklung von und die Arbeit mit redaktionellem Content vor allem darauf konzentriert, Awareness und Brand Sympathy zu steigern. Heute wird auch die Leadgenerierung über redaktionell entwickelte Contents verstärkt bei uns angefragt.

Fake News aktiv entgegenzuwirken, versteht sich von selbst und ist als GPRA-Agentur Bestandteil unseres Ethos. Und was die Forderung, „Haltung“ zu zeigen, angeht: Erfreulicherweise fördern Tools wie Social-Listening-Software die Erkenntnis aufseiten der Unternehmen, dass Haltungskommunikation nicht mehr auf vermeintlich staatstragenden Plattitüden beruhen darf. Bei allzu platten Floskeln wird heute digital auf die Finger geklopft. Authentizität ist das Gebot. 

2) Auftragsumfang: 
Die Auftragsumfänge stiegen in 2018 deutlich, der Bedarf an Dienstleistungen wird offenkundig stärker. Besonders erfreulich: Mit rund 70 Prozent Retainer-Geschäft und 30 Prozent Projektgeschäft folgen wir dem in der Branche beklagten Trend zum Projektauftrag glücklicherweise nicht.

3) Budgethöhe: 
Gestiegen – vor allem durch Zusatzbudgets. 

4) Neukundengewinnung: 
Steigend – bedingt durch die steigende Komplexität der Beauftragung.

5) Ausblick:
Wir sind für 2019 sehr zuversichtlich, da wir sicher sind, für die steigenden Ansprüche der Unternehmen gerüstet zu sein, und die Zahl der Anfragen weiter sehr hoch ist. 

6) Weitere bemerkenswerte Trends/Entwicklungen/Herausforderungen:
Megatrend: Die Bedeutung von PR als Multichannel-Disziplin wird in Unternehmen aufgrund ihrer Kerntugenden plus der besseren digitalen Evaluationsmöglichkeiten in der Kommunikationsbranche eine zentrale Rolle spielen – auf Augenhöhe mit dem Marketing.