Detailinformationen

Autor

Jennifer Garic

Freie Autorin

verfasst am

10.01.2021

im Heft

01/2021

Schlagworte

TikTok, Mikro-Influencer, Challenges, Kommunikation, PR

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Ausgabe 01/2021

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TikTok-Challenges

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(Illustration: DDimaXX und yan4ik/Adobe Stock, Montage: prmagazin)


TikTok macht Nutzer der App zu Mikro-Influencern, die aus dem Stand ein Millionenpublikum erreichen können. Das Mittel der Wahl sind die sogenannten Challenges. Doch die haben es in sich – und nicht wenigen Unternehmen und Agenturen bereits Shitstorms eingebracht. Was Sie wissen müssen, bevor Sie sich auf das Abenteuer TikTok einlassen.  


TikTok ist vor allem bei jungen Leuten beliebt. Mehr als zwei Milliarden Mal wurde die App des chinesischen Unternehmens ByteDance bereits heruntergeladen. Allein in Europa nutzen rund 100 Millionen Menschen die Kurzvideoplattform, auf der vor allem Teenager tanzen, Playback singen und Musikclips erstellen – natürlich mit massenhaft Spezialeffekten und Filtern. TikTok bietet ganz verschiedene Lieder und Audioclips an, dazu gibt es thematische Hashtags und Challenges. Folgendes müssen Agenturen und Unternehmen wissen, wenn sie bei TikTok Erfolg haben wollen.

Für wen ist TikTok wirklich relevant?

Die Nutzerzahlen wachsen rasant. Nach Angaben von TikTok waren im Januar 2018 gerade mal 50 Millionen Menschen pro Monat bei dem Kurzvideodienst aktiv, im Juli 2020 waren es 700 Millionen. Aktuelle Prognosen rechnen damit, dass 2021 die Milliardengrenze geknackt wird. Die Covid-19-Pandemie hat den Trend verstärkt. Seit Beginn der Coronakrise hat die Unterhaltungs-App in Sachen Reichweite einen großen Sprung nach vorn gemacht – und das nicht nur bei Jugendlichen.

So jung wie es immer heißt, ist TikTok nämlich eigentlich gar nicht: 31 Prozent der Nutzer sind zwischen 25 und 34 Jahre alt, 35 Prozent sind sogar älter als 35 Jahre. Für Werbetreibende sind das sehr gute Nachrichten: Zwei Drittel aller TikTok-Nutzer sind nicht auf das Taschengeld von Mama und Papa angewiesen – und daher eine begehrte Zielgruppe.

Wie funktioniert die App?

Wer TikTok öffnet, landet zunächst auf der sogenannten „For You“-Page, der Startseite der App. Hier läuft sofort ein Video inklusive Ton, das der Algorithmus passend für den jeweiligen Nutzer ausgesucht hat. Gefällt der Kurzclip, können User ein Herzchen vergeben, dem Ersteller folgen oder einen Kommentar hinterlassen. Wer nach oben wischt, kommt direkt zum nächsten Video.

Eine Besonderheit der App: Die meiste Zeit sehen Nutzer Videos fremder Menschen und nicht die ihrer Freunde und Familie, wie das etwa auf Instagram oder Facebook der Fall ist. Der Algorithmus bewertet, welches Video gut gemacht ist und wem es gefallen könnte. So können auch relativ unbekannte Menschen ohne großes eigenes Netzwerk in kurzer Zeit Millionen Herzchen-Likes und Follower sammeln.

Der aktuell erfolgreichste deutsche TikToker ist Younes Zarou. Er zählt stolze 20,3 Millionen Follower und 359,8 Millionen Likes für seine Videos (Stand: 22.12.2020). Der junge Frankfurter begeistert seine Fans mit kreativen Videos, in denen er sich beispielsweise Farbe ins Gesicht schmiert.

Lohnt sich Werbung auf TikTok?

Das Data-Science-Unternehmen Kantar hat Ende September einen umfangreichen Bericht veröffentlicht, der zeigt, wie relevant TikTok fürs Marketing ist. Die Experten sind sich sicher: TikTok ist für Konsumenten die relevanteste Werbeplattform, gefolgt von Instagram und Snapchat. Laut Kantar-Studie liegt der überdurchschnittliche Erfolg darin, dass die App entscheidende Gewinnfaktoren des Marketings vereint: Stars und Charaktere, Social-Media-Hashtags, Musik und Voiceover (also die Überlagerung einer Aufnahme mit einer Sprechstimme).

Welche Werbemöglichkeiten gibt es?

Grundsätzlich haben Unternehmen drei Möglichkeiten, auf TikTok zu werben. Erstens: Sie können, wie auf anderen Plattformen, Influencer für Product Placements oder als Markenbotschafter bezahlen. Zweitens können Werbeanzeigen direkt beim Öffnen der App im Vollformat abgespielt werden.

Und drittens können Unternehmen Branded-Hashtag-Challenges ins Leben rufen. Das heißt: Ein Unternehmen gibt einen Hashtag plus Melodie vor – und optional eine Aufgabe. Nutzer laden dann Videos zum Motto hoch und generieren so Aufmerksamkeit für eine Marke oder für einzelne Produkte.

Wie gelingt eine Branded-Hashtag-Challenge?

Wer bei diesen Challenges mitmacht, hält aber nicht einfach ein Produkt in die Kamera, wie etwa auf YouTube, sondern […] 


Dieser Text ist ein Auszug. Erfahren Sie in der Januar-Ausgabe des prmagazins: Wie wird eine Branded-Hashtag-Challenge zum Erfolg? Worauf müssen Unternehmen bei der Zusammenarbeit mit TikTokern achten? Wer ist Vorreiter?
Was kann schieflaufen? Können Unternehmen Kampagnen auf TikTok allein stemmen? Gibt es günstigere Werbemöglichkeiten auf TikTok? Welche rechtliche Hürden sind zu beachten? Außerdem: die zehn erfolgreichesten Branded-Hashtag-Challenges, in Deutschland, die gemeinsam mit TikTok umgesetzt wurden.

Die prmagazin-Ausgabe 01/2021 – darin unter anderem:

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