Detailinformationen

Autor

Sarah Sommer

Redaktion

verfasst am

06.08.2019

im Heft

08/2019

Schlagworte

Kristina Faßler, WeltN24, Unternehmenskommunikation, Marketing, Sales

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Ausgabe 08/2019

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WeltN24

Die Grenzenlose


Kristina Faßlers Allround-­Funktion nennt sich „General Manager Marketing und Commercial Sales WELT“. Zudem ist sie Sendersprecherin. (Foto: Sebastián Laraia)


Kristina Faßler leitet beim aus Print- und TV-Marke fusionierten Medienunternehmen WeltN24 nicht nur die Kommunikation, sondern auch die Teams für Marketing und Sales. Sie ist überzeugt: Wo Print, Digital und TV verschmelzen, verschwimmen auch die Grenzen zwischen den Disziplinen.
 

General Manager @WELT. Markenführung. Marketing. Communication. Sprecherin. Feministin. Mutter. #Niewieder. Kristina Faßlers Twitter-Profil zeigt: Hier versteckt sich eine nicht hinter dem verschämten „privat hier“. Hier werden keine strengen Grenzen gezogen zwischen persönlicher, auch politischer Meinung, zwischen einander scheinbar widersprechenden Rollen und Interessen im Job und im Privaten. Nein, hier tritt eine professionelle Kommunikatorin bewusst in all ihren verschiedenen Rollen gleichzeitig auf. 

Twitter scheint wie gemacht für Kristina Faßler. Die direkte, schnelle, persönliche, offene Kommunikation im 280-Zeichen-Takt liegt der Kommunikations- und Marketingchefin des Medienunternehmens WeltN24, die auch im analogen Leben unkompliziert auftritt. Mit Gesprächspartnern landet sie schnell beim Du. Ihr Outfit beim prmagazin-Gespräch Ende Mai im Berliner Senderbüro ist betont lässig: Jeans, Turnschuhe, locker sitzende Bluse.

„Ich mag Twitter total!“, bestätigt Faßler sofort begeistert. Hat sie keine Angst, sich angreifbar zu machen mit privaten Posts, mit Statements zu umstrittenen politischen Themen oder feministischen Positionen, die sie ebenso teilt wie Inhalte und Botschaften ihres Arbeitgebers? Nein! „Die nach acht Abstimmungsschleifen freigegebene, formelle Pressemitteilung war noch nie mein Lieblingswerkzeug“, sagt Faßler.

Und überhaupt: Angst vor neuen Kommunikationskanälen und Formaten wäre wohl auch unangebracht für die Kommunikationschefin eines Medienunternehmens, das gerade mitten in der digitalen Transformation steckt und die Kanäle Print, TV, Online und Social Media verschmilzt. 

Seit zehn Jahren arbeitet Faßler schon für den TV-Sender N24, der nach einigen Metamorphosen nun unter dem Markennamen WELT auftritt. Die Zusammenführung der gleichnamigen Print-Marke mit dem Nachrichtenkanal war in den vergangenen sechs Jahren ihr großes Thema: „Da haben wir echtes Neuland betreten, das gab es bislang noch nicht: eine Medienplattform, die Print, TV, und Digital unter einer Dachmarke inhaltlich und im Auftritt zusammenbringt“, betont Faßler. 

Seit der Medienkonzern Axel Springer den Sender N24 im Jahr 2013 übernommen hat, begleitet Faßler den Fusionsprozess und die Zusammenführung der Marken und Inhalte strategisch und kommunikativ. „Wir haben uns damit bewusst Zeit gelassen, absolut publikumsfokussiert gedacht, auf Zwischenapplaus und zunächst auch auf große Kampagnen verzichtet“, berichtet sie. 

Erst drei Jahre nach der Übernahme durch Springer ging die Kommunikation nach Faßlers Worten „auch B2C“ in die Vollen. Das war im Herbst 2016, als unter welt.de die gemeinsame Website der neu geschaffenen Mediengruppe startete und gleichzeitig N24 ein neues Senderdesign verpasst bekam.

Die zusammen mit Jung von Matt (Alster) entwickelte Kampagne mit dem Claim „Check die Welt“ habe erstmals die Marken WELT und N24 auf einer emotionalen Ebene zusammengeführt, berichtet die Kommunikationschefin. „Mit der neuen Homepage welt.de hatten wir jetzt ein Angebot, dass den Mehrwert des Zusammenschlusses auch für unser Publikum sichtbar machte. Das war die richtige Zeit, auch lauter darüber zu reden“, so Faßler. 

Im Januar 2018 folgte der zweite Teil der Markenkampagne, erneut mit Unterstützung von Jung von Matt (diesmal Spree): „Bleibt alles beim Neuesten – N24 wird WELT“, texteten die Werber auf Plakaten, in Kinospots, Online-Anzeigen und für die Social-Media-Kampagne der Nachrichtenmarke.

Leser, Zuschauer und Online-Nutzer hätten sich da schon schrittweise an neue Logos, die neue Website und das kanalübergreifende Design gewöhnt, sagt Faßler. „Der gemeinsame Markenname und die große Kampagne waren für uns intern ein wichtiger und symbolischer Schritt – nach außen wollten wir aber vor allem den Mehrwert für Zuschauer und Geschäftspartner zeigen, schlicht informieren und Vertrauen schaffen, denn N24 war ja eine sehr bekannte und erfolgreiche Marke.“ 

Abgeschlossen sei der Fusionsprozess nach der Namensänderung des Senders längst nicht: „Jetzt beginnt erst die richtige Kärrnerarbeit, um die Marke – vor allem die neue Sendermarke WELT –  und unsere Angebote in den Köpfen zu verankern.“ [...]

Dieser Text ist ein Auszug. Lesen Sie in der Titelgeschichte unserer August-Ausgabe, wie Kristina Faßler die neue Marke in den Köpfen verankern will, welche Veränderungen die Kommunikation des Unternehmens in den vergangenen Jahren noch durchlebt hat und wieso Faßler Grenzen zwischen den Disziplinen ablehnt.

Die prmagazin-Ausgabe 08/2019 – darin unter anderem:

Die Grenzenlose: Kristina Faßler leitet bei WeltN24 Kommunikation, Marketing und Sales aus einer Hand. Und ist zudem Sendersprecherin.

"Sehr bewegte Lage": Vodafone-Kommunikationschef Alexander Leinhos über die PR-Schlacht rund um die 5G-Lizenzversteigerung.

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