Detailinformationen

Autor

Christina Ullrich

Verantwortliche Redakteurin

verfasst am

08.06.2018

im Heft

06/2018

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Ausgabe 06/2018

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Abos und Einzelhefte

Deutsche Bahn

„Die beste Erfindung der letzten Jahre“


Seit fünf Jahren ist die Deutsche Bahn für Journalisten rund um die Uhr erreichbar. Wir haben Dagmar Kaiser, Leiterin der Konzernpressestelle, gefragt: Lohnt sich der 24/7-Presseservice? Und wie hat sich dessen Rolle verändert angesichts des immer kurzatmigeren Mediengeschäfts und der sozialen Medien? 

prmagazin: Da wir dieses Gespräch führen, nehme ich an, dass sich der 2012 eingeführte 24/7-Presseservice der Bahn bewährt hat?

Dagmar Kaiser: Es war richtig, als erstes Unternehmen in Deutschland diesen Presseservice anzubieten. Insbesondere bei aktuellen Lagen wie Unwettern oder anderen Krisen-themen ist 24/7 zentraler Anlaufpunkt. Die Redaktionen wollen heute auch oft 24 Stunden lang Informationen, und unser Bahnbetrieb läuft ja auch nahezu rund um die Uhr – zumal intern nicht zu unterschätzen: Unser Team der Pressestelle 24/7 entlastet viele Mitarbeiter von der dauernden Erreichbarkeit nachts, an Wochenenden und Feiertagen. Die Kollegen sagen, die Rufbereitschaft sei die beste Erfindung der letzten Jahre.

Muss der Presseservice heute mehr Medienanfragen bewältigen als vor fünf Jahren?

So wie die Anzahl der Themen bei den Journalisten gestiegen ist, hat sich auch die Zahl der Anrufe oder Mails deutlich erhöht. Medienvertreter rufen an, um etwas über die betriebliche Lage zum Beispiel bei Störungen zu erfahren, eine Stellungnahme zu einem komplexeren Bahn-Thema anzufragen oder einen Radio-O-Ton zu bekommen. Manche melden sich nachts auch einfach mal, um nachzuhören, was los ist. Manche Redaktion fragt jede Stunde wieder neu nach. Genauso rufen Kollegen aus den Leitzentralen an oder es kommen SMS, um uns regelmäßig mit Infos zur aktuellen Verkehrslage zu versorgen.

Der Journalismus ist noch schneller und kurzatmiger geworden. Hat das die Rolle der Kollegen vom Presseservice mit der Zeit verändert?

Ja, mit dem Journalismus verändern sich auch ihre Aufgaben permanent. 24/7 ist zu einer Art Informationsdrehscheibe geworden. Auch intern haben die Kollegen eine wichtige Dienstleisterrolle: Sie versorgen unsere Mitarbeiter seit Kurzem mit einem täglichen Morgen-Briefing, damit alle wissen, was draußen über die Bahn berichtet wird. Das ist Gold wert. 

Dieses Interview ist ein Auszug. Lesen Sie in der Juni-Ausgabe des prmagazins, wie sich die Presseanfragen im Vergleich zu 2012 verändert haben, warum der Druck auf die Bahn noch viel größer ist als auf die Politik und wie die 24/7-Kollegen mit dem exponentiell gestiegenen Buzz in Social Media umgehen.

Die Juni-Ausgabe 2018 ist da. Darin unter anderem:

Hochoctan: Wie Matthias Eberle mitten im Großumbau von Eurowings die Kommunikation der neuen Gruppe zukunftsfest aufstellt.

Humor zur HV: Die Finanzkommunikation erobert die sozialen Medien. Wir stellen die Strategien der Vorreiter Daimler, Infineon und Siemens vor.

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