Detailinformationen

Autor

Peter Kirsch

Freier Autor

verfasst am

29.05.2020

im Heft

05/2020

Schlagworte

Autobahn GmbH, Immo von Fallois, Länderfinanzreform, Corona-Krise

Das aktuelle Heft
Ausgabe 05/2020

Zum Inhalt

Abos und Einzelhefte

Autobahn GmbH

"Das größte Infrastrukturprojekt seit der Wende"


Von 0 auf 15.000 Mitarbeiter in zwei Jahren: Um diese Herkulesaufgabe zu bewältigen, werben Mitarbeiter-Testimonials der Autobahn GmbH des Bundes um Mitarbeiter, die im Landesdienst sind.


Die Verwaltung der deutschen Autobahnen ist von den Bundesländern auf den Bund übergegangen. Im Zuge einer Länderfinanzreform wurde entschieden, die Kompetenzen bis zum 1. Januar 2021 zentral zu bündeln: bei der neu gegründeten Autobahn GmbH. Deren Kommunikationschef Immo von Fallois über die Herausforderungen des Mammutprojekts – und erschwerte Bedingungen durch die Corona-Krise.


prmagazin: Was genau ist der Vorteil einer zentralen Verwaltung der Autobahnen?

Immo von Fallois: Unser klares Ziel ist es, auf der einen Seite Kosten einzusparen und auf der anderen Seite sehr viel effizienter zu werden. Ein konkretes Beispiel: Stauminderung. Es gibt Verkehrsleitzentralen in verschiedenen Ballungsgebieten. Wir bauen in Frankfurt am Main gerade eine Art Masterzentrale auf, die das gesammelte Wissen erstmalig vernetzen soll. Auf diese Weise können wir sehr viel schneller reagieren, wenn wir merken, dass sich ein Stau anbahnt. Durch die bisherige Struktur gab es auch immer wieder die Gefahr, dass eine Baustelle einfach an der Landesgrenze endet. Wir haben nun eine integrierte Sichtweise und versuchen, das besser zu steuern – wir führen gerade ein 16-teiliges großes Puzzle zusammen.


Autobahn-Kommunikationschef Immo von Fallois: "Trotz Corona halten wir an unserem Ziel fest, die Autobahnreform zum 1. Januar 2021 umzusetzen."


Vor welchen kommunikativen Herausforderungen stehen Sie dabei?

Wir sind das größte bundesrepublikanische Infrastrukturprojekt seit der Wende. Und wir arbeiten in Rekordzeit daran, diese GmbH aufzubauen. Das ist eine enorme Herausforderung! Wir sind vergangenes Jahr mit null Mitarbeitern gestartet, bis Januar 2021 wollen wir 15.000 haben. Wie kommen wir dahin? Indem wir die Mitarbeiter, die im Landesdienst sind, für uns gewinnen. Das ist – in einer ersten Phase – eine Herkulesaufgabe für unsere interne Kommunikation.

Die Corona-Pandemie dürfte diesen sowieso schon anspruchsvollen Zeitplan nun gänzlich durcheinanderbringen. Wie gehen Sie mit dieser Krise um?

Für unser schnell wachsendes Unternehmen ist Corona eine große Herausforderung. Wir haben bundesweit zehn Aufbauteams, deren vielfältige Aufgaben nun aus dem Homeoffice koordiniert werden müssen. Hier hat sich ausgezahlt, dass wir als Unternehmenskommunikation frühzeitig ein Multiplikatoren-Netzwerk in der Gesamtorganisation aufgebaut haben. Dadurch konnten wir rechtzeitig in die interne Krisenkommunikation eintreten und unseren Beschäftigten Wege aufzeigen, wie wir trotz Corona weiterarbeiten können. Denn klar ist: An unserem Ziel, die Autobahnreform zum 1. Januar 2021 umzusetzen, halten wir fest. Das gilt auch in Krisenzeiten.

Auch ohne Corona stehen Sie vor großen Herausforderungen. Wie wollen Sie das beschriebene Puzzle zusammenführen?

Durch vielfältige Maßnahmen. Zunächst haben wir bundesweit 32 Informationsveranstaltungen mit insgesamt rund 15.000 Besuchern durchgeführt, um das Leistungspaket vorzustellen, das wir unseren potenziellen Mitarbeitern anbieten. Dann gibt es eine Employer-Branding-Kampagne. Der Gedanke dahinter: Arbeitnehmer, die sich bereits entschieden haben, zu uns zu kommen, werben um die, die noch überlegen. Wir lassen die Mitarbeiter selbst sprechen. Sie erklären die Gründe, aus denen sie zu uns wechseln. Diese Gründe sind sehr individuell: Der eine möchte sich in einem bestimmten Bereich weiterbilden, der andere in ein anderes Bundesland umziehen – alles Wünsche, die wir gern ermöglichen.

Dieser Text ist ein Auszug. Lesen Sie in der Mai-Ausgabe des prmagazins, wie Immo von Fallois die neue Unternehmensmarke aufbauen und der Emotionalität des Themas Mobilität gerecht werden will und wie Start-up-Anspruch und Verwaltungsstrukturen zusammenpassen.

Die prmagazin-Ausgabe 05/2020 – darin unter anderem:

Sparkasse Reloaded:
 Der DSGV hat seine Kommunikation grundlegend neu organisiert. In der Corona-Krise hat sich das bereits bewährt.

"Die Aufregung legt sich einfach nicht": Covid-19 bringt das Kommunikationsteam der Uniklinik Freiburg an die Belastungsgrenze.

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