Detailinformationen

Autor

Peter Kirsch

Freier Autor

verfasst am

16.11.2020

im Heft

11/2020

Schlagworte

Deutsche Telekom, TikTok, Twitch, Stephanie Tönjes, Karim Cheranti

Das aktuelle Heft
Ausgabe 11/2020

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Abos und Einzelhefte

Deutsche Telekom / TikTok / Twitch

"Dass wir so tief einsteigen, hätten wir selbst nicht gedacht"

(Illustration: yamonstro/Adobe Stock, Montage: prmagazin)


Die Deutsche Telekom ist seit einigen Monaten bei TikTok und Twitch unterwegs. In beiden Netzwerken zusammen hatte der Konzern bei Redaktionsschluss mehr als 32.000 Follower. Die Verantwortlichen Stephanie Tönjes und Karim Cheranti über Jugendsprache, neue Zielgruppen und Nischen für Unternehmen.


prmagazin: Was will die Deutsche Telekom eigentlich bei TikTok und Twitch?


Stephanie Tönjes: "Gerade auf TikTok haben wir die Erfahrung gemacht, dass viele jüngere Menschen die Telekom nicht kannten."



Stephanie Tönjes: Die Telekom hat schon immer eine Vorreiterrolle in sozialen Medien gespielt. Sowohl auf Facebook als auch auf Twitter und Instagram waren wir jeweils sehr früh präsent. Damit haben wir Maßstäbe im Dax-30-Umfeld gesetzt. Aber die Social-Media-Landschaft entwickelt sich weiter, darum müssen wir das auch tun. Und da gibt es gerade zwei Orte, an denen sich die nächste Generation besonders viel aufhält: TikTok und Twitch.

Karim Cheranti: Unser Ziel ist ganz klar: Wir möchten junge Menschen erreichen. In den Dialog mit ihnen kommen, damit sie uns besser kennenlernen. Aber auch damit wir begreifen, wie diese Zielgruppe eigentlich tickt.

Wenn Sie von einer jungen Zielgruppe sprechen, wen meinen Sie damit genau?

Tönjes: Wir haben keine konkrete Altersklasse im Blick. Wir wollen einfach die Leute erreichen, die keine klassischen Medien mehr konsumieren, die nicht mehr zur Tageszeitung greifen, die nicht mehr klassisches Fernsehen gucken und somit auch gar nicht mehr mit der Telekom in Berührung kommen.

Die Telekom ist doch eine so bekannte Marke, dass die meisten Menschen auch mit ihr in Kontakt kommen, wenn sie keine Tageszeitung lesen.

Tönjes: Das würde ich nicht unterschreiben. Gerade auf TikTok haben wir die Erfahrung gemacht, dass viele jüngere Menschen unser Unternehmen überhaupt nicht kannten. Da leisten wir Aufbauarbeit.


Karim Cheranti: "Wenn große Streamer wie MontanaBlack sagen, dass sie zufriedene Telekom-Kunden sind, dann ist das für uns Gold wert."


Cheranti: Und selbst wenn man den Namen schon einmal gehört hat, wissen viele kaum etwas mit uns anzufangen. Wer hat schon auf dem Zettel, dass wir Vorreiter im Netzausbau sind? Wofür wir eigentlich stehen? So etwas wollen wir gern vermitteln.

Was versprechen Sie sich von der Zielgruppe, die Sie erreichen: Sind das potenzielle Kunden oder künftige Mitarbeiter?

Tönjes: Beides. Klar sind das potenzielle Kunden von morgen. Wir wollen da Awareness herstellen, zeigen: Hey, wir sind die Telekom, wir sind ein cooles Unternehmen. Gerade junge Leute sind dabei auch noch nicht so geframed wie ältere, bei denen oft noch der Mythos im Kopf herumgeistert, wir wären ein sehr konservatives Unternehmen. Bei jungen Leuten haben wir die Freiheit, frisch zu erscheinen, so wie wir auch sind. Recruiting ist aber auch wichtig. Wir kriegen täglich Anfragen, ob man bei uns einsteigen kann. Eben auch, weil wir wie ein junges, cooles Unternehmen wirken.

TikTok hat eine ganz eigene Ästhetik, eine ganz eigene Sprache. Wie sind Sie strategisch vorgegangen, um dort Fuß zu fassen? […]

Dieser Text ist ein Auszug. Lesen Sie in der November-Ausgabe des prmagazins, wie die Telekom bei TikTok strategisch vorgegangen ist, welche Videoformate das Unternehmen auf der Plattform anbietet, wieso Tönjes und Cheranti in ihren Videos selbst auftreten, wie groß ihr Team ist und wie man im Konzern auf das Engagement der beiden reagiert. Außerdem: Wie Tönjes und Cheranti an Twitch herangehen, welche Learnings auf dieser Plattform besonders wertvoll sind – und: für welche Unternehmen es Sinn macht, bei TikTok und Twitch einzusteigen.

Die prmagazin-Ausgabe 11/2020 – darin unter anderem:

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