Detailinformationen

Autor

K2

facebooktwitterdel.icio.usMister Wongdigg.comaddthis.com



K2-Interview zur Fachtagung „Erfolgsfaktor Transparenz“

„Transparenz muss in die Unternehmensstrategie“

Unternehmen, die sich Ihren Stakeholdern öffnen, haben langfristig Wettbewerbsvorteile, meint Volker Klenk, Managing Director der Frankfurter Klenk & Hoursch. Die Bereitschaft zur Transparenz dürfe aber kein Lippenbekenntnis bleiben.

Volker Klenk

Sie sagen: Unternehmen sitzen im Glashaus. Was meinen Sie damit?
Wir leben im Zeitalter von Wikileaks und anderen starken Transparenztreibern. Natürlich können Unternehmen noch im Verborgenen handeln, aber sie müssen täglich damit rechnen, erwischt zu werden. Dann geht es mit Ansehen, Markenwert und Umsatz steil bergab.

Ist Transparenz also vor allem eine Bedrohung für Unternehmen?
Im Gegenteil. Freiwillige unternehmerische Transparenz ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine Reihe relevanter Themen. Unternehmen müssen lernen, dies aktiv zu nutzen. Transparenz ist ein entscheidendes Mittel, um Vertrauen aufzubauen und damit Voraussetzung für eine positive Unternehmensreputation und Erfolg.

Wie gehen Unternehmen mit dem Thema Transparenz bislang um?
Unserer Einschätzung nach wird Transparenz sträflich unterschätzt. Das kann sich bitter rächen. Intransparente Unternehmen dürfen sich nicht wundern, wenn Ihnen keiner zuhört.

Wem gegenüber muss ein Unternehmen besonders transparent kommunizieren? Kunden, Medien, NGOs, Mitarbeiter, Politik?
Das kann sehr unterschiedlich sein. Wir empfehlen daher zunächst eine Stakeholderbefragung durchzuführen. Auf deren Basis wird dann entschieden, zu welchen Themen und gegenüber welchen Personenengruppen Transparenz hergestellt werden soll.

Was wollen Unternehmen mit ihren Transparenzversprechen erreichen?
Da gibt es verschiedene Gründe: Familienunternehmen ist es oftmals ein moralisches Bedürfnis. Andere Unternehmen wollen ihre Wettbewerber überflügeln. Aktives Risikomanagement durch frühzeitige, freiwillige Transparenz oder Schadensbegrenzung in einer bedrohlichen Vertrauenskrise gehören ebenfalls dazu.

Wer ist aus Ihrer Sicht hauptverantwortlich für die erfolgreiche Durchsetzung von Transparenzthemen im Unternehmen?
Transparenz ist weit mehr als ein reines Kommunikationsthema. Eine transparente Unternehmensführung muss fest in der Unternehmensstrategie verankert sein. Die Leiter Unternehmenskommunikation stehen dann jedoch vor der großen Herausforderungen als Mahner, Moderatoren und Macher Transparenz zu leben – nach innen und außen.

Welche Voraussetzungen gelten für eine erfolgreiche Transparenzstrategie?
Zunächst muss der Zweck der Transparenz eindeutig formuliert sein. In einem zweiten Schritt muss Transparenz zu einem festen Teil der Unternehmensstrategie und -kultur werden. Schließlich ist es wichtig, Transparenz als nicht endenden Prozess zu verstehen und zu praktizieren.

Was bedeutet das für die internen Prozesse eines Unternehmens?
Nach unserer Erfahrung werden in einer von Transparenz geprägten Unternehmenskultur interne Fehler schneller erkannt und behoben sowie Wissen eher geteilt. Dadurch werden Kosten reduziert, Qualität und Geschwindigkeit steigen.


Disclaimer: Volker Klenk ist Referent und Mitveranstalter der K2-Tagung „Erfolgsfaktor Transparenz. In Zeiten von Wikileaks & Co.: Anforderungen an die Unternehmens-PR“ am 17. Mai 2011 in Berlin. K2 ist eine Kooperation des prmagazins und der scm.

Aktuelle Kommentare

Noch keine Kommentare.

Kommentare werden moderiert.

Kommentar verfassen

Ins Gästebuch eintragen

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spam-Abwehr.

CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz

Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
Viavision
Viavision