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Autor

Christina Ullrich

Verantwortliche Redakteurin

im Heft

09/2018

Schlagworte

Deutsche Bahn, Oliver Schumacher, Kommunikation, PR, Sabbatical, Auszeit

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Ausgabe 09/2018

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Sabbatical

"Wer es sich leisten kann und will, sollte es machen"


Im Berliner Bahn-Tower mussten sie zwei Monate ohne Oliver Schumacher auskommen.


Oliver Schumacher, Kommunikationschef der Deutschen Bahn, hat gerade ein Sabbatical hinter sich. Warum das problemlos möglich war, was er aus der Zeit mitgenommen hat – und wieso ihm Workaholics leidtun.


prmagazin: Ein Sabbatical als Kommunikationschef eines Unternehmens wie der Deutschen Bahn – wie geht das denn?

Oliver Schumacher: Das geht sehr gut. Natürlich hat kaum ein Unternehmen so viele, auch kritische Themen wie die Deutsche Bahn. Und in meinen ersten Jahren hier wäre so eine Auszeit auch nicht möglich gewesen. Aber wir haben in den letzten zehn Jahren sehr viel gelernt, haben eine super Truppe und sind eingespielt. Zudem gehöre ich nicht zu den Leuten, die sich für unersetzbar halten. Wenn sich das Unternehmen modernisiert und unter anderem ein Sabbatical ermöglicht – warum sollte das für uns in der Kommunikation dann nicht gelten? Wir sind ja keine Roboter.


Oliver Schumacher: "Auf der Führungsebene
unter dem Konzernvorstand ist ein Sabbatical
noch immer die Ausnahme."


Seit wann gibt es bei der Bahn die Möglichkeit, ein Sabbatical zu machen?

Seit vier bis fünf Jahren. Trotzdem ist es auf der Führungsebene unter dem Konzernvorstand, zu der auch ich zähle, noch immer die Ausnahme. Insofern schadet es nicht, ein Signal zu setzen.

Stichwort „eingespieltes Team“: Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit eine Führungskraft guten Gewissens eine Auszeit nehmen kann?

Strukturen, Prozesse und Personal müssen passen. Das klingt einfach, ist aber ziemlich anspruchsvoll. Grundsätzlich gesprochen: Die Zeit der großen Zampanos unter den Managern – meine Profession inbegriffen – ist ohnehin vorbei. Und das ist auch gut so.

Was hat Ihr CEO Richard Lutz gesagt, als Sie mit dem Wunsch an ihn herantraten, ein Sabbatical zu nehmen?

Er hat gelacht und gesagt: „Wenn’s sein muss, mach halt.“ Ich habe ihm natürlich versichert, dass in den acht Wochen alles so organisiert ist, dass er sich keine Sorgen zu machen braucht. Der Zeitrahmen war ja überschaubar.

Hätten Sie auch ein halbes Jahr wegbleiben können?

Theoretisch ja, aber das wäre schon eine andere Nummer. In so einer langen Zeit müssten strategische Fragen geklärt und Personalentscheidungen getroffen werden. Wenn Sie bei 300 Mitarbeitern eine Personalie vier Wochen
[...] 

Dieser Text ist ein Auszug. Das vollständige Interview lesen Sie im September 2018 im prmagazin. Darin: Wie Oliver Schumacher in seiner Auszeit für "digital detoxing" sorgte, wie sich sein Team während seiner Abwesenheit organisiert hat und was er aus dem Sabbatical mitnimmt.

Die September-Ausgabe 2018 ist da. Darin unter anderem:

Der Visionen-Verkäufer: Wie Oliver Strohbach, Europa-PR-Chef von Byton, Sympathie und Vertrauen für den chinesischen Tesla-Angreifer schaffen will.

Standpunkt: Wie Sabia Schwarzer die künftige Rolle der Kommunikation sieht und was ein Spaziergang mit Allianz-Chef Oliver Bäte damit zu tun hat.

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