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Autor

Christina Ullrich

Verantwortliche Redakteurin

verfasst am

08.06.2018

im Heft

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voestalpine

„Wir stehen an einer Weggabelung“


Premiere von voestalpine beim E-Prix am 19. Mai in Berlin (v.l.n.r.): Formel-1-Star David Coulthard, der Gründer und CEO der Formel E Alejandro Agag und voestalpine-CEO Wolfgang Eder.


Das Interesse an der Formel E steigt sprungartig. Im Januar ging ABB als Titelsponsor an Bord, im Mai ist der österreichische Technologiekonzern voestalpine als Hauptsponsor der europäischen „ABB FIA Formel E Rennen“ eingestiegen. Kommunikationschef Peter Felsbach über Pläne, Erwartungen – und warum nach höchstens sechs Jahren wieder Schluss sein soll. 

prmagazin: Sind Sie mit der Resonanz auf Ihren Einstieg ins Formel-E-Sponsoring zufrieden?

Peter Felsbach: Der Start ist erfolgreich verlaufen, und die Rückmeldungen von allen Seiten zeigen das Potenzial dieser Partnerschaft. Wir haben zum Start ein Imagevideo gedreht. Darin fährt ein Formel-E-Rennwagen auf unserem Werksgelände in Linz die Produktionsstationen ab, an denen die einzelnen Teile für die E-Mobilität hergestellt werden. Vor allem bei unseren Mitarbeitern ist das sehr gut angekommen. In den klassischen Medien ist das Thema E-Mobilität in Österreich und auch in Deutschland noch nicht so präsent wie die Formel 1. Da gibt es für uns noch viele freie Felder zu besetzen in den kommenden Jahren. 

Welche Kommunikationsziele verfolgt voestalpine mit dem Engagement in der Formel E?

Wir verfolgen nicht nur Kommunikationsziele, sondern auch Business-Ziele. Mit unserer Material- und Verarbeitungskompetenz sind wir ein wichtiger strategischer Partner der Premium-Automobilindustrie. Im klassischen Karosserie-bau und in der Sicherheitstechnik sind wir schon lange verankert. Jetzt geht es uns darum, das mit dem boomenden Markt der E-Mobilität zu mixen. Die voestalpine hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von neuen Produkten für die E-Mobilität im Konzern entwickelt und am Markt etabliert. Daher sehen wir nun den richtigen Zeitpunkt für den Einstieg als Sponsor in den vollelektrischen Rennsport. Die deutschen Premiumhersteller wie Audi, BMW, Mercedes oder Porsche – seit Jahrzehnten wichtige Kunden von uns – sind dort mit Werksteams aktiv.

Und Ihre Kommunikationsziele?

Wir wollen den Wandel des ehemaligen Stahlunternehmens voestalpine zum Technologiekonzern weiter beschleunigen. Und wir wollen uns unter anderem bei jungen, an Technologie interessierten Menschen als Arbeitgeber positionieren. 

Formel-E-Rennen können mitten im Zentrum von Metropolen stattfinden, weil sie wenig Lärm machen. Hat das Vorteile, wenn es darum geht, diese Zielgruppen zu erreichen? 

Es hat den Riesenvorteil, dass wir Leute erreichen, die nicht bewusst auf Rennstrecken gehen würden, sondern die eher zufällig vorbeikommen. Wir gehen direkt zu den Menschen, ohne dafür Millionen investieren zu müssen. Bei den Rennen bauen wir vor Ort zudem Innovation Labs auf, in denen die Leute einfach beim Vorbeigehen Einblick in die Weiterentwicklung der E-Mobilität bekommen. 

Dieses Interview ist ein Auszug. Lesen Sie in unserer Juni-Ausgabe, wieso die Formel E in den Augen von Peter Felsbach nicht für einen Wettbewerb E-Antrieb versus Verbrenner steht, warum voestalpine sein Sponsoring zeitlich und regional begrenzt und welche Kommunikationsaktivitäten rund um die Rennen geplant sind.


Die Juni-Ausgabe 2018 ist da. Darin unter anderem:

Hochoctan: Wie Matthias Eberle mitten im Großumbau von Eurowings die Kommunikation der neuen Gruppe zukunftsfest aufstellt.

Humor zur HV: Die Finanzkommunikation erobert die sozialen Medien. Wir stellen die Strategien der Vorreiter Daimler, Infineon und Siemens vor.

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