Jahresrückblick: Krise des Jahres
Sprachverwirrung

Gesichter der Euro-Krise: Giorgos Papandreou, bis November 2011 griechischer Ministerpräsident, mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto: ddp)
Wohl niemals in der Geschichte der Bundesrepublik war die Kommunikation zwischen Regierung und Bürgern so gestört wie dieses Jahr anlässlich der europäischen Schuldenkrise. Die Bürger fühlen sich in Sachen Griechenland-Rettung, EFSF, Hebel und Eigenkapitalquoten schlicht überfordert. Denn Bundeskanzlerin Angela Merkel legt ihr Hauptaugenmerk nicht gerade darauf, ihre Politik zu erklären und das Land auf ihre Linie einzuschwören – so sie denn eine hat.
Oft muss sie in diesem Jahr ihre Positionen räumen, zum Beispiel bei den Fragen, wie groß der Rettungsschirm von Europas Staaten für Griechenland sein muss und ob das Land einen Schuldenschnitt braucht. Diese Volten wären noch zu verkraften, wenn Merkel überzeugend darlegen würde, warum das Projekt Europa nicht scheitern darf. So sehr sich alle Welt über den „Mantel der Geschichte“ ihres Vorgängers Helmut Kohl lustig machte – ein wenig mehr Pathos und Begeisterung könnten helfen, das Misstrauen gegen die Berliner und Brüsseler Politik einzugrenzen.
Jahresrückblick Teil 1
Bilder des Jahres: Diktatorendämmerung
Wende des Jahres: Merkels Atom-Mäandern
Gewinner des Jahres: Riesiger Sympathiebonus
Prügelknabe des Jahres: Von Dioxin-Eiern und EHEC-Gurken
Branchendebatte des Jahres: Die Früchte des Zorns
Agenturpersonalien des Jahres: Zurück an Deck
Jahresrückblick Teil 2
Trend des Jahres: Facebook-Boom und Facebook-Bashing
Neuanfang des Jahres: Aderlass und Heilungschance
Agenturumbruch des Jahres: Brain Drain
Seitenwechsler des Jahres: Lehrjahre für Profis
Mutprobe des Jahres: Lügen und Loyalität
Medienskandal des Jahres: Absturz der Heiligen
Medientrend des Jahres: TV-Magazine auf dem Boulevard
Jahresrückblick Teil 3
Krise des Jahres: Sprachverwirrung
Etat des Jahres: Anspruchsvoller Job
Verlierer des Jahres: Banken verzocken Reputation
Pleite des Jahres: Warnung für alle
Skandal des Jahres: Koks und Salz
Abwehrkampf des Jahres: PR-Schlacht gewonnen, Krieg verloren
Machtkampf des Jahres: Es gibt nur Verlierer





