Detailinformationen

Autor

Thomas Rommerskirchen

Chefredakteur

im Heft

08/2016

Editorial 09/2016: Medienwandel

Hemd aus dem Drucker

Digital autonom oder gesteuert?
Keine Medienklammer ohne Print?
Online nur für Grundversorgung?

Chefredakteur Thomas Rommerskirchen

Die Digitalisierung marschiert. Die traditionellen Industrie- und Wirtschaftsunternehmen definieren sich und ihre Produkte mit Volldampf neu. Der Hersteller von Autos wird zum vernetzten Mobilitätsdienstleister. Dienstleistungen wie Finanzberatung oder Reiseorganisationen erledigt der Kunde selbst. Die Gesellschaft der Zukunft berät und bedient sich selbst.

Auch ist sie kurz davor, selbst zu produzieren. Das Hemd aus dem „Drucker“ ist genau so wenig Utopie wie Bauteile oder ganze Häuser. Und die Gesellschaft baut sich ihre Informationen und Nachrichten selbst zurecht. Die Quellen, denen die Bürger vertrauen, sind schon heute weit weg von traditionellen Medien oder hoheitlichen Veröffentlichungen.

Sie sind im Netz. In Social Media. Die Nachricht, die ankommt muss im Windschatten von Personen und Institutionen folgen, die dem Konsumenten gefallen, denen er aktuell vertraut. Das hat längst dazu geführt, dass wir eine extrem diversifizierte Klassengesellschaft mit geschlossenen Nachrichtengruppen und Informationskanälen haben: Wissenschaftler, Köche, Teenies, Linke, Rechte, NGO-Aktivisten – es gibt keine übergreifende (Medien-)Klammer mehr. Das würde nur noch die Bundesliga schaffen.

Oder stehen wir vor einem Neustart von gedruckten Medien? Wenn wir auf Flughäfen und Bahnhöfen in den Kiosken stöbern, ist es nicht zu übersehen. Neue und anspruchsvolle Produkte sind im Angebot, die sehr zielgruppenorientiert und thematisch über den Tag hinaus zwischen klassischen Magazinen und Büchern konzipiert sind.

Und es gibt einen weiteren bemerkenswerten Trend. Seit zwölf Jahren kümmert sich die Initiative „ProCampusPresse“ um studentische Medien. Also Magazine, die von Studenten aller Fakultäten für ihre Kommilitonen gemacht werden.

Gerade die Studenten hätten seit 2004 die Protagonisten der digitalen Medienwelt sein müssen und würden heute nur noch die besten Studenten-Domains produzieren. Und was ist? Die Generation der heutigen Studenten druckt auf Papier. Sie lieben ihre gedruckten Medien. Und sie können das auch richtig gut. Im Wettbewerb um die besten Studentenmedien ist das Online-Medium auf dem Rückzug.

Die September-Ausgabe des prmagazins ist da. Hier geht es zum E-Paper.

Darin unter anderem:
● Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft: Nicole von Stockert vermittelt die bisweilen konkurrierenden Interessen der Brance.
● PR-Praxis: Leser fragen, unser Experten-Team hilft mit Tipps, Ideen, Beratung und Lösungswegen.

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