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Ausgabe 10/2020

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Die GWPR-Kolumne

Ab 35 geht’s bergab!

Frauen sollten sich auch finanziell unabhängig machen, rät Anke Schmidt, Vice President Corporate Communications & Government Relations beim Hamburger Dax-Unternehmen Beiersdorf und Gründungsmitglied von Global Women in PR Deutschland. An Möglichkeiten fehlt es nicht, findet sie und fordert deshalb: Mehr Mut, Ladys!


Anke Schmidt, Vice President Corporate Communications & Government Relations von Beiersdorf.


Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie eines britisch-amerikanischen Fondsanbieters haben die meisten Frauen nichts oder nur wenig auf der hohen Kante
. Besonders betroffen sind geschiedene und verwitwete Frauen. Alarmierend, wenn man bedenkt, dass Frauen in Deutschland zudem durchschnittlich 26 Prozent weniger gesetzliche Rente als Männer beziehen, wie es eine im Auftrag von Fidelity International durchgeführte Studie der Universität Mannheim und der Tilburg University belegt.

Die Rentenschere zwischen Frauen und Männern geht ab einem Alter von 35 Jahren auf. Lohnunterschiede, Familienzeiten und Teilzeitarbeit sind naheliegende Gründe für diesen Umstand. Also ist es dringend notwendig, sich früh mit Finanzen und Altersvorsorge auseinanderzusetzen.

Mittlerweile gibt es viele Angebote, die die Grundlagen der finanziellen Absicherung einfach und verständlich vermitteln. Die Sorge, „nicht durchzusteigen“, ist unbegründet. Also mehr Mut! „Viel über die Börse lesen, sich mit anderen austauschen und auch zum Berater gehen“, so bringt es die Journalistin und Börsenexpertin Jessica Schwarzer auf den Punkt.

An Möglichkeiten mangelt es nicht. Als „Madame Moneypenny“ bietet Natascha Wegelin Blog-Beiträge, Podcasts und Bücher mit Tipps und Erklärungen zu Finanzthemen an. Das „Female Finance Forum“ veranstaltet regelmäßig kostenlose Treffen – per Videokonferenz oder organisiert in verschiedenen Städten. Übrigens legen Frauen sogar erfolgreicher an als Männer.

Statistische Daten zeigen, dass die Performance der Wertpapier-Depots von Frauen deutlich höher ist. Deshalb finde ich das Buch „Warren Buffet invests like a girl“ des unabhängigen Finanzdienstleisters The Motley Fool lesenswert. Buffet gilt als einer der erfolgreichsten Investoren. In dem Band „Buffetology“ hat seine Ex-Schwiegertochter und erfolgreiche Geschäftsfrau Mary Buffet seine Denkweise und Anlagestrategie analysiert.

Frauen sind inzwischen in vielen Bereichen unabhängig und selbstbestimmt – sorgen wir dafür, dass der Bereich Finanzen bald restlos dazugehört! Während wir in anderen Fragen der Gleichberechtigung oftmals von äußeren Umständen abhängig sind, haben wir es bei diesem Thema gänzlich selbst in der Hand. Nutzen wir diese Chance!


In dieser prmagazin-Kommentarreihe schreiben die Mitglieder des Vereins Global Women in PR (GWPR) Deutschland jeden Monat über Themen, die sie bewegen.

Die Kolumne von Anke Schmidt ist zuerst in der Mai-Ausgabe 2020 erschienen. Im Juni-Heft 2020 schrieb Kristina Faßler, im Juli Gabriele Kaminski, im August Susanne Arnold, im September Monika Schaller, im Oktober Babette Kemper, und in der November-Ausgabe erscheint ein Kommentar von Cornelia Kunze. Alle Kolumnen werden wir in den kommenden Monaten sukzessive online stellen.

Die prmagazin-Ausgabe 10/2020 – darin unter anderem:

Die Neue:
Kristin Breuer kam mitten in der Covid-19-Pandemie zum Pharmaverband vfa. Ein Sprung ins ganz eiskalte Wasser war es trotzdem nicht.

Historische Nullleistung: Im Pressestellentest der Streaming-Dienste zeigt sich Disney von seiner schlechtesten Seite. Es gibt aber auch echte Lichtblicke.

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