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Ausgabe 06/2019

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Detailinformationen

Autor

Gabriele Kaminski

Managing Partner GK Unternehmens- und Personalberatung

verfasst am

28.06.2019

im Heft

06/2019

Schlagworte

Gabriele Kaminski, Global Women in PR Deutschland, GWPR, GK Unternehmens- und Personalberatung

Verwandte Inhalte

Die GWPR-Kolumne

Bleiben oder gehen?

„Ich bin beruflich nicht zufrieden“ – dieser Satz fällt zu Beginn manch eines Gesprächs, das Gabriele Kaminski führt, Gründungsmitglied des Vereins Global Women in PR (GWPR) Deutschland. Sie rät: strukturiert vorgehen beim Abwägen eines beruflichen Wechsels – und nicht zu lange zögern.

Die Gründe für den Wunsch nach einem Jobwechsel sind vielfältig: Stillstand, mangelnde Entwicklungsmöglichkeiten in persönlicher und/oder finanzieller Hinsicht, Probleme mit dem Umfeld, Burn-out, Bore-out oder fehlende Wertschätzung können Gründe dafür sein. Es stellt sich die Frage: Bleiben oder gehen? 

Folgende Überlegungen können bei der Entscheidung helfen: Sehe ich innerhalb der kommenden 18 Monate für mich sinnvolle Entwicklungsmöglichkeiten bei meinem aktuellen Arbeitgeber? Erfährt mein Engagement Wertschätzung, und werde ich entsprechend gefördert? Bessern sich meine Marktchancen durch meine jetzige Tätigkeit? Kann ich meine Fähigkeiten und Talente im Rahmen meiner Aufgaben gerade optimal einsetzen? Hat der jetzige Job erheblichen negativen Einfluss auf meine Gesundheit? Kann ich aktiv Einfluss nehmen und meine jetzige Situation verbessern? Habe ich meine Perspektive bei meinem jetzigen Arbeitgeber ausreichend deutlich gemacht?

Wenn nach sorgfältiger Abwägung die Entscheidung für eine Neuorientierung gefallen ist, sollte die Suche beherzt angegangen werden. Zunächst sollte ein Anforderungsprofil für die nächste Rolle erarbeitet werden, einschließlich eines Reality Checks, damit nicht Zeit und Kraft aufgrund völlig unrealistischer Erwartungen verloren gehen.

Der Bewerbungsprozess selbst sollte sowohl digital als auch analog gestaltet werden. Eine professionelle Präsenz bei LinkedIn, Xing und Co mit hoher Aussagekraft und den richtigen Stichworten liefert dafür eine gute Basis. HR-Manager und Personalberater nutzen diese Plattformen. Sichtbarkeit ist dabei essenziell. Die eigene digitale Marke kann durch regelmäßige Beiträge und Diskussionen in den relevanten Gruppen effektiv positioniert werden. 

Darüber hinaus bietet es sich an, Vorträge bei Branchen-Events zu halten und sich aktiv in der Community einzubringen. In Erinnerung bleiben besonders jene Menschen, die ihre eigene Meinung haben und entsprechend Stellung beziehen. Viele interessante Jobs werden nach wie vor auf Basis persönlicher Kontakte besetzt, bevor diese Vakanzen überhaupt offiziell ausgeschrieben werden. Empfehlungsmarketing funktioniert hervorragend und hängt eng mit einem weitreichenden und gut gepflegten Netzwerk zusammen. Es lohnt sich, aktiv das Gespräch zu suchen.

Zusätzlich kann es von entscheidendem Vorteil sein, Kontakte zu den relevanten Headhuntern zu pflegen, auch wenn ein Wechsel noch nicht konkret ansteht. Gestaltet sich der Suchprozess außergewöhnlich langwierig, kann ein Coach hinzugezogen werden. Dessen externer Blick hilft dabei, Klarheit zu finden, Potenziale zu ermitteln und Perspektiven zu entwickeln. Zögern Sie nicht zu lange, wenn die Entscheidung für eine Veränderung gefallen ist! Werden Sie aktiv!

Was meinen Sie? Schreiben Sie uns: per Mail, via Twitter oder Facebook.

In dieser prmagazin-Kommentarreihe schreiben die Gründungsmitglieder des Vereins Global Women in PR (GWPR) Deutschland jeden Monat über Themen, die sie bewegen.

Diese Kolumne ist zuerst in der Juni-Ausgabe 2019 erschienen.


Die prmagazin-Ausgabe 06/2019 – darin unter anderem:

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