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Ausgabe 12/2018

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Detailinformationen

Autor

Kristina Faßler

General Manager Marketing & Commercial Sales WELT und Sendersprecherin, Gründungsmitglied GWPR Deutschland

verfasst am

28.12.2018

im Heft

12/2018

Schlagworte

Global Women in PR, GWPR, Kristina Faßler, WELT

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Die GWPR-Kolumne

Zeigt, dass Ihr Profis seid!

Kritiker von Frauennetzwerken dürfen sich wundern: Bei den Global Women in PR geht es nicht nur um Frauensachen. Frau oder Mann – ohne Vertrauen kann kein PR-Profi erfolgreich kommunizieren, meint Kristina Faßler, General Manager Marketing & Commercial Sales WELT und Sendersprecherin sowie Gründungsmitglied von GWPR Deutschland.


Glück gehabt? Ich arbeite in einem Umfeld, das auf meine Kompetenz für Kommunikation vertraut, deren Relevanz versteht. Aus vielen persönlichen Gesprächen in unserem Netzwerk ist mir klar, dass das nicht selbstverständlich ist.

Jede, jeder, der für ein Unternehmen, eine Marke ... PR macht, der dafür spricht, braucht das Vertrauen aller Beteiligten, eine nachhaltige Begeisterung für wirklich starke Kommunikation und deren professionellen Background. Anders geht es nicht. Die Zeiten, in denen PR-Leute Versender vorformulierter, zu „platzierender“ Botschaften waren, sind vorbei. Lange. Gut. Kommunikatoren sind Entscheider. Die besten Storyteller.

Da ist aber noch was. Professionelle Kommunikation ist persönlich. Ihr selbst, Eure Sprache, Euer Stil prägen die PR. Wenn sich jemand für Euch entscheidet, muss ihm klar sein, dass Eure Persönlichkeit die Kommunikation beeinflussen wird. Das braucht ein gemeinsames Verständnis und das daraus entstehende Vertrauen. Von Beginn an. 

Wenn diejenigen, die mit Fragen an Euch herantreten, Euch als kompetenten, souveränen und freundlichen Ansprechpartner – nicht als „Anfragenweiterleiter“ – erleben, könnt Ihr erfolgreich sein. Dann nämlich vertrauen sie. Wenn Eure Sprache – mündlich und schriftlich – klar, verständlich und glaubwürdig ist, macht es im besten Fall Spaß mit Euch, selbst bei schwierigen Themen.

Kommunikation kann nur brillant sein, wenn diejenigen, die kommunizieren, von Beginn an in Projekte und Entscheidungen involviert sind. Wenn die PR erst dazu geholt wird, wenn etwas „verkündet“ werden soll, läuft etwas grandios schief. Kann sein, es fehlt Vertrauen. 

Nur, wie ändert man das? Mit Klarheit und Mut. Wenn wir wollen, dass der essenzielle Wert von Kommunikation begriffen wird, müssen wir intern genauso klug wie extern kommunizieren. Unsere Expertise muss erkennbar sein, Erfolge und Learnings nachvollziehbar. Kommunikation folgt klaren Mechanismen, ist permanente Veränderung, barrierefreies Denken, maximale Individualität und orientiert sich an langfristigen, strategischen Zielen.

Zeigt, dass Ihr Profis seid. Teilt Euer Expertenwissen. Das schafft das Vertrauen, das Ihr benötigt. Widersprecht, wenn Entscheidungen fallen, die Ihr für falsch haltet. Begreift Euch als Entscheider. Sagt nein, wenn Themen gefeiert werden sollen, die keine sind. Etwas macht inhaltlich keinen Sinn? Sagt warum. Zeigt, dass gerade schwierige Themen eine klare und ehrliche Kommunikation brauchen und dass Ihr das beherrscht – auf Eure Art. 

Was meinen Sie? Schreiben Sie uns!

Diese Kolumne ist zuerst in der Dezember-Ausgabe des prmagazins erschienen. Im Januar-Heft lesen Sie einen Kommentar von GWPR-Gründungsmitglied Edith Stier-Thompson, Geschäftsführerin von news aktuell. Ihr Thema: Führungsstrukturen.

Die prmagazin-Ausgabe 12/2018 - darin unter anderem:

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